Gute Vorsätze – wie sie gelingen können

1.1.2018

Wer kennt das nicht zum Jahresbeginn?

Jedes Jahr aufs Neue wollen wir ein paar Kilo verlieren, regelmäßiger Sport treiben,

uns gesünder ernähren.

Und dann?

Dann kommt das Leben mit all seinen Aufgaben dazwischen und man findet nicht die Zeit oder hat nicht den Kopf dazu dran zu bleiben. Man macht Fehler, fällt in alte Muster zurück und gibt enttäuscht auf.

 

Aus diesem Grund habe ich ein paar Tipps für Euch, damit das neue Jahr zum Erfolg wird.

 

Wenn ich Schwimmstunden gebe und einem „Schwimmschüler“ 10 Dinge auf einmal sage, die er besser machen soll, dann weiß dieser zum Schluss nicht mehr, wie Schwimmen geht.

Es ist einfach unmöglich beim Kraulen gleichzeitig auf die linke Hand, den rechten Ellbogen, die Füße und den Rücken... zu achten.

Genauso ist es aber auch bei der Ernährung.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man sich beispielsweise vornimmt:

"Ab heute, oder ab dem 1.1.18 ernähre ich mich nur noch gesund", dass uns das oft überfordert.

 

Denn wenn man dann doch einen Keks gegessen hat, dann denken viele frustriert: „Ach Mist, aber jetzt ist es auch schon egal“ und vertilgen die ganze Packung.

„Dann starte ich eben ab morgen.“

 

Überall lauern Fallen in die wir tappen können.

Wenn wir zu viel auf einmal wollen, dann sind wir, wie der Schwimmschüler auch, oft verunsichert und überfordert.

 

In meinem Ernährungscoaching schaue ich mir eine Woche lang an, was mein Kunde (Kunde hört sich so unpersönlich an und das ist es eigentlich gar nicht ;-))  alles isst und trinkt und wie seine Rituale sind.

Danach analysiere ich dies, werte die Woche aus und lege beim ersten Gespräch

(das ich per Skype führe, damit wir uns sehen können und weite Fahrtwege vermeiden können)

alle Karten auf den Tisch, erwarte dann aber nicht, dass sofort alles umgesetzt wird.

 

Ich teile die Bereiche, die wir ändern wollen in Häppchen auf, so dass man sich jede Woche nur auf eine Kleinigkeit konzentrieren kann.

In der zweiten Woche sind es dann ja schon 2 Dinge, in der dritten 3 und nach 8 Wochen hat man sein Verhalten verändert und verinnerlicht, ohne das es ein Hexenwerk war.

 

Wie im Sport auch, wird man nicht innerhalb von wenigen Wochen zum Ironman oder Marathonläufer. Bei der Ernährung sind es auch viele kleine Schritte, viele Puzzleteile, die wir richtig setzen müssen, die zum Erfolg führen.

Wir - und da nehme ich mich selbst auch nicht aus - wollen meist aber zu viel auf einmal und sind dann sehr schnell enttäuscht oder frustriert, weil wir „versagt“ haben und nicht stark bleiben konnten.

 

Im ersten Schritt hat vielen meiner Coaching-Teilnehmer schon geholfen sich einen Ersatz zu suchen für das größte Übel.

Ich halte nichts von Hungern und von Verzicht. Das hält niemand langfristig durch und außerdem macht es keinen Spaß.

Wenn man jedoch die Chips am Abend gegen Salzstangen austauscht, das Schokocroissant vom Bäcker gegen ein Rosinenbrötchen oder den Nutellabecher im Eiskaffee gegen einen Fruchtbecher mit Joghurteis, dann hat man nicht das Gefühl leer auszugehen und auf „Diät“ zu sein, spart aber trotzdem sehr viele Kalorien.

Dann fällt es gar nicht schwer, denn in den meisten Fällen haben wir eine Wahl.

Und wenn wir keine Wahl haben, dann hilft es oft ein bisschen vorausschauend zu Handeln und sich Lebensmittel einfach mitzunehmen.

Wenn ich so hungrig bin, dass mir fast schlecht ist, dann esse ich auch alles, was ich in die Finger bekommen kann.

Wenn ich mir aber eine gesunde Alternative eingepackt habe, dann sind die Verlockungen nicht mehr so schlimm.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass Ihr in diesem Jahr Eure Vorsätze einfach als Herausforderung anseht.

Nehmt die kleinen Schritte bewusst wahr und bleibt dran.

Essen ist etwas Tolles und soll Spaß machen! Lasst Euch diesen nicht verderben, aber wählt clever. 

 

 

Liebe Grüße

Eure Heidi

 

 

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