Im Wettkampf-Fieber... und was man im Rennen bei Hitze beachten sollte

8.7.2017

Seit Tagen herrscht hier der Ausnahmezustand, denn morgen findet bei uns in Roth der Challenge statt.

Athleten aus über 70 verschiedenen Ländern der Welt werden morgen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km Laufen starten und wollen diese Distanz erfolgreich hinter sich bringen.

 

Auch ich bin aufgeregt und voller Vorfreude. Insgesamt war ich 5 mal hier in Roth am Start und habe insgesamt 25 Langdistanz-Rennen gemacht und weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sein Rad zum Check in bringt und all die Athleten um sich herum sieht.

Nach wie vor löst diese Stimmung sehr viel in mir aus: Freude, Begeisterung und auch ein bisschen Stolz, dass ich diesen tollen Sport so lange auf hohem Niveau betreiben konnte.

 

Morgen werde ich zwar nicht selbst am Start stehen, aber ich habe 6 "eigene" Athleten in Roth und 2 in Frankfurt beim Ironman an der Startlinie stehen.

Jeder Athlet hat seine eigene Geschichte, hatte in der Vorbereitung seine Hürden und Herausforderungen, die wir gemeinsam gemeistert haben.

Morgen kommt nun die Belohnung für die monatelange Arbeit: Raceday! :-)

 

Ich drücke allen Athleten ganz fest die Daumen, dass sie ihren besonderen Tag genießen können und mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen werden.

 

Mein Mann Jürgen und ich werden morgen, nicht nur Timo Bracht, der im Vorfeld das ein oder andere Mal bei uns zu Besuch war anfeuern, sondern für alle mit maximalem Einsatz da sein.

 

Heute veranstalteten wir schon fast traditionell ein kleines Meeting für alle Athleten, die mit uns in unsere Corpus Triathlon Trainingslager gefahren sind bzw. von uns trainiert werden im Biergarten vor der Corpus Diagnostik, der nur ca. 1 km vom Schwimmstart und Check in entfernt ist.

 

 

Mit selbstgebackenem Bananabread und Rhabarber-Muffins konnten wir nochmals die ein oder andere Taktik besprechen und etwas die Nerven der Athleten beruhigen, die morgen ihren großen Tag haben.

 

 

Feinschliff - Camp

Alle haben ihre "Hausaufgaben" gemacht und das ganze Jahr fleißig trainiert.

Viele unserer Athleten kamen schon Ende Mai zu uns nach Hilpoltstein, wo wir exklusiv für die von uns trainierten Athleten ein Feinschliff - Camp durchgeführt haben.

 

 

 Neben Schwimmtraining im Pool, stand dort auch Freiwassertraining auf unserem Programm.

 

 Wir fuhren in verschiedenen Leistungsgruppen wunderschöne Touren mit dem Rad und gaben Insider-Tipps für die Challenge Strecke.

Natürlich durfte eine gemeinsame Athletik-Einheit nicht fehlen... und das nette Zusammen sein am Abend auch nicht ;-)

 

Da für uns Triathleten der Wechsel zwischen Rad und Lauf oft eine besondere Herausforderung darstellt, war das Wechseltraining natürlich noch eine ganz wichtige Schlüsseleinheit.

Die heißen Bedingungen an diesem Tag waren mit Sicherheit schon mal ein gutes Training für dieses Wochenende, wo das Wetter ja auch über 30°C heiß werden soll.

Dementsprechend haben wir unsere Athleten mit einem kleinen Buffet verwöhnt :-)

 

Wichtiger Tipp für das heiße Wettkampfwochenende in Roth

Mit sieben Versorgungsstellen – Pumpstation, Eingang Lände, nach dem Hafen – Ortsausgang Roth, Staatsstraße Büchenbach, Büchenbach Ort – können sich die Athleten alle 0,9 bis maximal 1,9 Kilometer beim Challenge versorgen.

 

Bei heißen Temperaturen, hört sich das sehr verlockend an und das erfrischende Nass tut gut, wenn man Kopf und Körper regelmäßig kühlen kann.

Doch das Trinken von all zu viel Wasser kann auch gefährlich werden.

In Leitungswasser oder auch Cola sind nur sehr wenige Mineralien enthalten und wenn ein Sportler alle 1 bis 2 km ausschließlich diese Getränke zu sich nehmen würden, bestünde die Gefahr einer Wasservergiftung.

Diese sogenannte Hyponatriämie, der Mangel an Natrium, kann durch übertriebene Wasserzufuhr die Körperflüssigkeit verdünnen. Dies macht sich in Form von Schwindel, Kopfschmerzen oder Erbrechen bemerkbar.

Tragischer Weise interpretieren Sportler dies dann oft falsch und trinken noch mehr, was im Extremfall sogar tödlich enden kann.

 

Eine gute Ernährungsstrategie ist also Gold Wert.

Das andere Extrem ist dann, dass sich Sportler mit Salztabletten „vollstopfen“.

Aber auch hier ist „viel hilft viel“ nicht die Strategie, die zum Erfolg führt.

Zu viel Salz kann genauso zu Problem führen wie zu wenig.

 

Aus meiner eigenen Erfahrung als Profi-Triathletin und der Zusammenarbeit mit meinen Sportlern im Ernährungscoaching hat sich der Mix aus handelsüblichen Gels, die alle mit Mineralien versetzt sind und einer ausgewogenen Basisernährung in den Wochen vor dem Rennen als gut erwiesen.

Wenn der Körper ohne Defizite ins Rennen geht, der Sportler sich auf dem Rad noch mit Elektrolytgetränken und ausreichend Kohlenhydraten versorgt, dann stehen die Erfolgsaussichten sehr gut.

 

Ich wünsche allen Athleten viel Erfolg!

Habt Geduld, bei der Langdistanz kann man nichts übers Knie brechen, verpflegt euch ausreichend und genießt die Stimmung! Das ist EUER Tag!

 

Liebe Grüße

Heidi

 

 

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